Archiv für November 2009

bürgerrechte und demokratie

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Lesung in Aurain-Realschule

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Johannes Fürst zu Waldburg- Wolfegg

Blaues Blut, Habgier und Gut

Es wurde berichtet, dass Johannes Fürst zu Waldburg- Wolfegg und Waldsee, Kulturgut, das sich in seinem Besitz befand, gegen bestehendes Landesrecht veräußert hat. Nicht nur die Veräußerung, auch der Erwerb verstieß gegen bestehendes Recht. ,,Erworben“ wurde das ,,fürstliche“ Kulturgut vom Truchseß von Waldburg, dem >>Bauernjörg< <. Dieser war der Feldherr des schwäbischen Bundes im Bauernkrieg, der als Lohn für die Rettung des Herrschaftssystems seinen Besitz auf Kosten der Bauern gewaltsam und gewaltig vergrößerte. Noch jahrelang nahm der Truchseß grausame Rache an den Besiegten, brannte Dorf um Dorf nieder, erschlug, verstümmelte, versklavte die Bewohner, raubte das Land und füllte sich die Taschen. Der Bauernkrieg- die erste deutsche Revolution, wurde in Blut erstickt. Die Zahl der Getöteten betrug in Südwestdeutschland 130 000. Es war also der Besitz unserer Vorfahren der u.a. vom Erblasser des Fürsten Johannes gestohlen wurde. Heute betreibt Fürst Johannes (Zitat BZ) >>ein Katz- und Maus- Spiel mit der Landesregierung<<. Es ist unsere Pflicht, das sind wir unseren Vorfahren schuldig, diese ,,Fürstlichen Spielchen“ ein für allemal zu beenden.
PS.: Die mit der Niederschlagung des Bauernaufstand namentlich erwähnten (Fünf Beispiele von Hunderten, Motto: Bauernland in Herrschaftshand) aristokratischen Familien Löwenstein, Oettingen, Erbach, Waldeck und Waldburg besitzen heute 800 qkm Land, plus Schlösser, plus, plus, plus. An diesem Besitz klebt das Blut des Volkes. Die DDR hatte solche Leute enteignet, aber, wie wir alle wissen, war die DDR ein Unrechtsstaat.
Literatur: Wilhelm Zimmermann ,,Der große deutsche Bauernkrieg“ ISBN 3-920303-26-1. Bernt Engelmann ,,Wir Untertanen“ ISBN 3-88243-201-2. Christa Dericum ,,Des Geyers schwarze Haufen“ ISBN 3-87956-184-2.
In Böblingen in der Zehntscheuer, Pfarrgasse 2, ist das Deutsche Bauernkriegsmuseum. Vielleicht sehen wir Nachfahren der Opfer uns dort.

Ewald Ressel
Bietigheim-Bissingen

Maler Leonhard Oesterle gestorben


Maler und Bildhauer Leonhard Oesterle im Alter von 94 Jahren gestorben

Leonhard OesterleJetzt erst erreichte uns die Nachricht, dass Leonhard Oesterle am 7. November 2009 in Toronto im Alter von 94 Jahren verstorben ist. Der in Bietigheim geborene und aufgewachsene Bildhauer lebte seit mehr als einem halben Jahrhundert in Kanada, lehrte lange Jahre am Art College of Ontario, war seiner Heimatstadt jedoch weiterhin eng verbunden. So hatte er der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen 1996 eine großzügige Schenkung von Skulpturen und Arbeiten auf Papier übergeben. Die Galerie hatte ihm bereits 1991 eine umfangreiche Ausstellung und in den folgenden Jahren mehrere weitere Präsentationen gewidmet. Werke wie sein „Weiblicher Torso“ in der Hauptstraße und sein „Fohlen“ im Bürgergarten bereichern den Bestand an Kunst im öffentlichen Raum.

Leonhard Oesterles bildhauerisches Werk galt bis auf eine kurze abstrakte Phase vor allem der menschlichen Figur. Seine überwiegend weiblichen Figuren lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Die einen sind schlanke Figurinen mit einer sehr lebendigen Oberflächenbeschaffenheit. Die anderen zeichnen sich durch rund schwellende, voluminöse Gliedmaßen aus und verweisen auf den Einfluss, den die Kunst der kanadischen Eskimos auf den Künstler hatte. Doch nicht nur sein künstlerisches Lebenswerk gilt es zu würdigen, sondern auch seinen ungewöhnlichen Lebensweg, der von den schmerzhaften Brüchen in der deutschen Geschichte erzählt und der ihn über die nationalsozialistischen Konzentrationslager und das Exil in der Schweiz schließlich nach Kanada geführt hat – ohne die Kontakte in seine Heimatstadt zu kappen. Zu seinem 90. Geburtstag war Leonhard Oesterle zum letzten Mal in Bietigheim-Bissingen gewesen, anlässlich eines Empfangs und einer Ausstellungseröffnung, bei denen deutlich wurde, dass die erlittenen Wunden sich nicht in seinem Werk niederschlugen, das vielmehr eine Preisung des Lebens sein wollte.

Kindergarten in der Breslauer Straße

50 Jahre Kindergarten Breslauer Straße

Der städtische Kindergarten in der Breslauer Straße im Stadtgebiet Buch feiert am 10. Juli 2010 sein 50jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und bittet auf diesem Weg um Mithilfe. Zu diesem Anlass werden für Dokumentations- und Ausstellungswecke dringend noch Fotos sowie Geschichten und Anekdoten gesucht, die dem Kindergarten von ehemaligen Erzieherinnen, Kindergartenkindern und Kindergarteneltern leihweise zur Verfügung gestellt werden können.

Die Informationen können bis Ende Februar 2010 an den städtischen Kindergarten, Breslauer Strasse 11, 74321 Bietigheim-Bissingen oder per Email an BreslauerStrasse@KiGa.bietigheim-bissingen.de gesendet werden.




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