Archiv für Oktober 2009

Und futsch ist die Vertrauensbasis

Fall 1: (Berlin) Eine mehr als 30 Jahre lang beschäftigte Supermarkt-Kassiererin hatte zwei gefundene Pfandbons eingelöst und wurde daraufhin fristlos gekündigt. Eine vorherige Abmahnung gab es nicht. (Aug. 2008)

Fall 2: (Konstanz) Eine 58-jährige Altenpflegerin hatte die Teigtaschen aus der nicht verwendeten Verpflegung der Heimbewohner mitgenommen. Ihr wurde fristlos gekündigt. Ihre Klage gegen die fristlose Kündigung wegen Diebstahls hat das Arbeitsgericht Radolfzell abgewiesen. (April 2009)
Fall 3:
Villingen-Schwenningen Kündigung nach „Diebstahl“ von Kartons
Wieder ein Fall von Kündigung nach einem Bagatelldelikt: Ein Unternehmen hat einen Mitarbeiter entlassen, nachdem er mehrere gebrauchte Kartons seiner Firma mit nach Hause genommen hatte. Das Arbeitsgericht befand nun, die Kündigung sei rechtens. (Okt. 2009)
„Um das dreht sich´s“

Drei recht einprägsame Fälle. Bei jeder dieser Enstscheidungen wurde betont, dass durch die Handlungen des Arbeitnehmers das Vertrauensverhältnis unrettbar zerstört sei. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn der Arbeitgeber, z. B. Deutsche Bahn AG. Telekom und Lidl, durch Bespitzelung das Vertrauen seiner Arbeitnehmer verliert, dann wäre es in einer gerechten Gesellschaft durchaus denkbar, dass der Lohndiener seinem Chef kündigt, und das Unternehmen enteignet. Mit solch einem Chef kann man doch nicht zusammenarbeiten.

Alte Kartons zerstören jegliches Vertrauen in unsere Rechtsprechung

Bahnbußgeld


Höhere Bahnpreise wg Bußgeld

Zahlen muss wie immer der Bahnkunde.

Bahnschalter
Hier zahlt der Kunde seinen Bußgeldbeitrag

Die „Deutsche“ Bahn AG soll ein Bußgeld von 1,1 Millionen Euro zahlen. Das möchte der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix. Die Bahn hatte ihr Personal bespitzelt, um zu verhindern, dass die eigenen Mitarbeiter krumme Touren drehen bei der Vergabe von einträglichen Firmengeschäften. Warum ist das so schlimm? Schlimmer ist, dass die Bahn das Bußgeld zahlen muss. Die Strafen, wenn die Überprüfung der Beschäftigten denn wirklich unrecht war, sollten direkt den Verantwortlichen aufgebrummt werden und nicht den Bahnkunden.

High-Tech-Kapitalismus

W. F. Haug Wolfgang Fritz Haug
High-Tech-Kapitalismus und Hochschulen in der Krise

Mittwoch, 28.10.2009 um 18:00 Uhr Pädagogische Hochschule Ludwigsburg Zentrum für Erwachsenbildung Raum 11.119

Wolfgang Fritz Haug wurde 1936 in Esslingen am Neckar geboren. Er studierte Romanistik, Philosophie und Religionswissenschaften und war von 1979 bis 2001 Professor am Institut für Philosophie der Freien Univer- sität Berlin. Seit nunmehr 50 Jahren ist er ehrenamtlicher Herausgeber der Zeitschrift Das Argument eine Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften. Wolfgang Fritz Haug ist außerdem Mitglied im wissen-schaftlichen Beirat der weltweit agierenden Organisation ATTAC.

Raus aus Afganistan

Angriff der Bundeswehr auf Tanklaster
Angriff der Bundeswehr auf Tanklaster am 4. 9. 2009


Raus aus Afghanistan

Die NATO-Staaten Kanada und Niederlande haben für 2010/2011 den Abzug ihrer Truppen angekündigt. Die Bundesregierung aber hält eisern am Kriegsbündnis fest. Die Bundeswehr bringt keine Lösung des Konfliktes, sie ist längst Teil des Problems. Nur zivile Hilfsprogramme können eine Wende zum Positiven bringen. Die unabdingbare Voraussetzung für eine friedliche Entwicklung in Afghanistan ist die Beendigung der bewaffneten Kämpfe.

Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn alle ausländischen Truppen abgezogen werden.

Deshalb fordern wir:
- Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan
- Sofortige Einstellung aller Waffenlieferungen
- Keine logistische Unterstützung des Krieges
- Bereitstellung von Mitteln für den zivilen Wiederaufbau
- Zivile Berufsbildungsprogramme für Jugendliche und Bundeswehrangehörige

Erstunterzeichner: DGB Kreisverband Fulda, Abgeordnete aus Bund und Ländern und normale Bürger
https://www.frieden-mitmachen.de/29/truppenabzug_jetzt!_frieden_statt_krieg/
http://www.spiegel.de/flash/0,5532,19180,00.html

Dürr weiht 65-Millionen-Neubau ein

Bietigheim-Bissingen – Der Maschinen- und Anlagebaukonzern Dürr AG hat sich im Juli von der Landeshauptstadt Stuttgart verabschiedet und seine Zentrale nach Bietigheim-Bissingen verlegt. Dort wurde der neue Dürr-Campus gestern vor über 200 Gästen aus Politik und Wirtschaft offiziell eingeweiht.

In den Campus hat Dürr 65 Millionen Euro investiert. Neben dem neuen Bürokomplex mit fast 40 000 Quadratmetern Nutzfläche, wurde eine neue Logistikhalle gebaut und das bestehende Technologie- und Forschungszentrum erweitert. Das sei nun das größte Entwicklungszentrum für Lackier- und Montageverfahren weltweit, sagte Pressesprecher Günter Dielmann.
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