Rock gegen Rechts: Bietigheims schönstes alternatives Musikevent lockte hunderte von Menschen an

Die VeranstalterInnen des nunmehr 15. Rock gegen Rechts können sich zufrieden zeigen: ca. 200 Menschen beteiligten sich bei der traditionellen Streetparade, die dieses Jahr unter dem Motto „Die Straßen gehören uns – Nazis müssen zuhause bleiben“ mit Lautsprecherwagen und dröhnenden Bässen durch die Bietigheimer Innenstadt spazierte.

Um 14.45 Uhr ging es am Bietigheimer Hauptbahnhof los. Nach einem Redebeitrag der VeranstalterInnen, der unter anderem die Zusammehänge zwischen nationaler Ideologie und Rassismus hervorhob, und der Aufforderung an die Demonstrierenen sich mit guter Laune der Streetparade anzuschließen, lief man los gen Jugendhaus Bietigheim. Die Zwischenkundgebungen am Stadtpavillon und auf dem Rathausplatz wurden unter anderem gehalten von einem Vertreter der Linksjugend [’solid] und dem Antifaschistischen Aktionsbündnis Stuttgart (AABS). Die Streetparade wurde von einem kleinen Trupp Polizisten begleitet, die neben einem kleinen Zwischenfall mit einem Feuerwerkskörper nicht sonderlich viel zu tun hatten.

Angekommen auf dem Festivalgelände vor dem Jugendhaus Farbstraße erwartete die Demonstrierenden schon eine Hocketse, eine große Bühne, zahlreiche Infostände, ein Falaffell-Stand, eine vegane Volksküche von Paul F, sowie das Spielmobil für die kleinen Gäste. Im laufe des Tages strömten immer mehr BesucherInnen das Festivalgelände, sodass gegen 22.30 ca. 500 Leute den Vorplatz des Jugendhauses füllten. Die Höhepunkte des Abend waren die Auftritte von Across the Border (Folk Rock) und Nu Sports (Ska).

Faschistische Strietzereien gab es natürlich auch dieses Jahr. Schon Wochen vor dem Event versendeten ominöse Aktivisten der Fascho-Szene gefälschte Emails mit dem Absender der VeranstalterInnen und versuchten dadurch die Kommunikation unter dem Orga-Team zu stören, was Ihnen, wie frau am Samstag erleben konnte, nicht gelungen ist (PM siehe unten). Am Tag vor dem Festival kam es zudem zu einer kleinen Provokation von vermutlich jüngeren Faschisten, die mit einer schwarzen Mercedes A-Klasse vermummt vor das Festivalgelände fuhren und versuchten die anwesenden HelferInnen abzulichten. Dabei zog einer der Provokateure eine Gaspistole, woraufhin sofort die Polizei eingeschaltet wurde.

Bietigheims schönstes alternatives Musikevent konnte dieses Jahr wieder viele Menschen aus der Region anziehen und das Organisationsteam zeigte uns wieder einmal deutlich, dass neofaschistische Propaganda in unserer Stadt unerwünscht ist und Kultur auch ohne Millionen schwere Mäzene aus der Privatwirtschaft zu machen ist.

zum Redebeitrag des Genossen Ewald hier klicken.

(db)


3 Antworten auf „Rock gegen Rechts: Bietigheims schönstes alternatives Musikevent lockte hunderte von Menschen an“


  1. 1 Norman 07. August 2009 um 16:17 Uhr

    Wieso wird hier immer verschwiegen das diese Veranstaltung „Rock gegen Rechts“ selbst von Faschisten organisiert wurde?

    Nämölich durch die kriminelle Antifa, die selbst innerhalb linken Kreisen als linke Faschisten bezeichnet werden und deren Terroristische Ziele von vielen Linken abgelehnt wird.

    Es war ein Rock der Faschisten gegen „Rechts“ – wirklich keine Glanzleistung!

    Man sollte sich dafür schämen!

    Toleranz beginnt mit der Akzeptanz Andersdenkender!

    Rock gegen Rechts ist eine politische Verfolgung von Andersdenkender durch linksextreme Faschisten!

  2. 2 @Norman 10. August 2009 um 15:30 Uhr

    Natuerlich waren AntifaschistInnen aus dem linksradikalen Spektrum an der Organisation beteiligt, aber insgsamt ist das Buendnis getragen von einer breiten Front von engagierten Leuten aus vielen politischen Spektren.
    Norman, du bist der kleine Faschist, der versucht mit hohlen Kommentaren das Festival zu diskreditieren. Ausserdem, man kann der Kampfbereiten Antifa sehr wohl dankbar sein, dass sie das Festival bereit ist zu schuetzen vor braunen Stoerern, da diese schoen Muffe bekommen, denn sie wissen, da sind paar Kampfbereite Leute da und sollten sie es wagen zu stoeren schoen die Fresse poliert bekommen. Das ist auch gut so.
    Du Norman, weisst ja nicht einmal, was Faschismus ueberhaupt bedeutet.

  1. 1 Medienecho « Rock gegen Rechts 2009 – Bietigheim-Bissingen Pingback am 02. August 2009 um 10:52 Uhr
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